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Bayerische Winterbräuche

Die bayerischen Winterbräuche sind alt und facettenreich. Sie erzählen Geschichten über die Urvölker Bayerns und ihrem engen Verhältnis zur Natur.

Das sind abergläubische Geschichten von Gespenstern und Hexen und religiöse Bräuche zur Verehrung des Überirdischen. Die Forschung weiß, dass die Tradition einiger älterer Winterbräuche zurückgeht bis weit vor die Hallstattzeit (um 800 v. Chr.), in der keltische Wandervölker unsere Kulturlandschaft prägten. Vom heidnischen Glauben bestärkt, pflegten Kelten Rituale, die eine enge Verbindung zur Natur und den Göttern aufweisen. Die dunkle Jahreszeit bietet Raum für phantastische Deutungen und Erklärungen der Welt, die die heidnischen Völker umgaben. Dann riecht es wieder nach Rauchwerk und Tierfellen, Glocken und Schellen dröhnen. Die Welt der Buttenmandln, Perchten und Klausen erwacht. 

Die christlich orientierten Bräuche sind meist jünger als ihre heidnischen Pendants. Auch sie werden liebevoll vorbereitet und in vielen Teilen Bayerns als fester Bestandteil während der Wintermonate von Dezember bis Februar praktiziert. Es sind Bräuche der Besinnung, der Einkehr und der Verehrung Gottes. Die Rituale sollen Glück bringen und die Weichen für ein gesegnetes neues Jahr stellen. Meist werden christliche Lieder gesungen und Prozessionen begangen. Sie begleiten die Menschen durch die finstere Zeit und vermitteln ein Gefühl von Gemeinschaft, Geborgenheit und Hoffnung.

Die Vermischung von christlichen und heidnischen Elementen brachte über die Jahrhunderte spannende Interpretationen der Bräuche hervor, die heute noch Teil des täglichen Lebens sind.

Klausentreiben in Sonthofen

Klausentreiben und Bärbelespringen im Allgäu »

Im Dezember ziehen die Klausen und Bärbele durch das Allgäu um mit ihrem furchterregendem Äußeren die böse Wintergeister zu vertreiben.

Fasching in der Zugspitz-Region

Faschingstreiben in der Zugspitz-Region »

Zur Faschingszeit ziehen kauzige Gesellen, die "Maschkera", durch die Orte, um die Dämonen der dunklen Jahreszeit zu vertreiben. Ein traditioneller Brauch in der Zugspitz-Region.

Luzienhäuschen heute auf der Amper bei Fürstenfeldbruck

Luzienhäuserlschwimmen in Fürstenfeldbruck »

Jedes Jahr am 13. Dezember setzen die Brucker Schulkinder selbst gebastelte Häuschen in die Amper. Dieser Brauch hat seinen Ursprung bereits im 18. Jahrhundert.

Wolfauslassen in Rinchnach

Wolfauslassen in Rinchnach »

Die Wolfauslasser in Rinchnach sind jährlich am 10. November unterwegs. Werden Sie Zeuge lebendigen Brauchtums im Bayerischen Wald, das der Sage nach der Abwehr von Dämonen dienen soll.

Lichterfest in Pottenstein

Ewige Anbetung und Lichterfeste in Oberfranken »

In der fränkischen Schweiz ereignet sich jährlich die ewige Anbetung. Bei dem christlichen Fest werden rund um die Orte nach Einbruch der Dunkelheit hunderte kleine Holzfeuer entzündet.

Rauhnacht in Waldkirchen

Die Rauhnacht und die Perchtenläufe »

Der Brauch der Rauchnächte und die Perchtenläufe erinnern daran, dass man während der längsten Nächte des Jahres dem üblen Treiben der bösen Geister Einhalt gebieten und die Winterdämonen vertreiben möchte.