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Im „Land der tausend Teiche“: Fischen im Familienbetrieb

Im trüben Wasser des Fischteichs steht ein Mann in grüner Fischermontur bis zu den Oberschenkeln im Wasser. Schweren Schrittes watet er mit dem Zugnetz durch das kalte Wasser. Es ist Klaus Bächer, der Teichwirt des Fischhofs Bächer in Muckenthal. Mit dem Zugnetz treibt er langsam die Fische zum Rand des Teichs. Dort wartet schon sein Schwiegersohn mit Kescher und Fischwanne – bereit zum Abfischen der Karpfen.

Tausende Teiche geben der Kulturlandschaft ihren Namen

Im Herbst ist Hochsaison bei den Fischern im östlichen Landkreis Tirschenreuth. In dem dünn besiedelten Gebiet in der Oberpfalz reiht sich Fischteich an Fischteich – insgesamt mehr als 4.000 Stück. Die Tirschenreuther Teichpfanne wird deshalb auch das „Land der tausend Teiche“ genannt. Karpfen, Hechte oder Schleien, die den ganzen Sommer über gefüttert werden, landen ab Ende September im Netz der Fischer.

Zwischen Tirschenreuth, Mitterteich und Wiesau hat die Teichwirtschaft eine mehr als tausendjährige Tradition. Der Boden ist sehr nährstoffarm, Sümpfe durchziehen die Landschaft, große Laub- und Nadelwälder erstrecken sich bis zum Horizont. Deshalb setzen die Bewohner nicht auf Ackerbau, sondern legen Teiche an. Besonders das Cistercienserkloster in Waldsassen treibt die Fischzucht ab dem zwölften Jahrhundert voran und prägt so diese einzigartige Kulturlandschaft.

Naturnahe Fischzucht im Familienbetrieb

Es ist ein einfaches Leben im Einklang mit der Natur, das die Menschen hier schon seit Jahrhunderten führen. So wie auf dem Fischhof Bächer: Die Familie züchtet schon seit drei Generationen Fisch: 20 verschiedene Fischarten verteilt auf 50 Teiche rund um den Hof.

Für Klaus Bächer ist schon immer klar, dass er den Hof seiner Eltern übernimmt. Er wächst mit den Fischen auf und lernt, was Fischzucht bedeutet: „Wir arbeiten in der Natur, mit der Natur und von der Natur. Uns ist wichtig, dass wir unsere Produkte guten Gewissens verkaufen können“, erzählt Klaus Bächer. Damit die Qualität stimmt, füttert die Familie ihre Fische mit selbst angebautem Getreide, „so wissen wir ganz genau, was unsere Tiere fressen“.

Fischerlebnis und Genuss für jeden Besucher

Der fangfrische Fisch lockt nicht nur Einheimische in das „Fischerstüberl“ und den Hofladen von Familie Bächer. Besucher aus ganz Deutschland reisen in die Region, um Spezialitäten und Klassiker wie das grätenfreie Karpfenfilet oder Forelle Müllerin Art zu genießen.

Während Manuela Bächer und ihre drei Töchter dampfende Fischspezialitäten servieren, führt ihr Ehemann die begeisterten Besucher zu seinen Teichen. „Sie können beim Abfischen zuschauen, Fische direkt anfassen und erfahren, wie ein Fischjahr abläuft“, erklärt Manuela Bächer. Den frisch gefangenen Fisch bereitet Seniorchefin Elsa Bächer im „Fischerstüberl“ zu.

Nach dem Besuch auf dem Fischhof bietet sich die Umgebung von Muckenthal als ideales Ausflugsziel für Radtouren oder genussvolle Wanderungen an. Im Sommer sorgen das saftige Grün der Natur und die glitzernden Teiche für pure Entspannung, im Herbst begeistert das bunte Herbstlaub. Manuela Bächer kommt ins Schwärmen, wenn sie vom „Land der tausend Teiche“ erzählt: „Wenn die Ernte eingefahren wird, ist die Stimmung am Teich toll! Hier herrscht eine Stille und Ruhe, die sie so nirgendwo erleben.“

 

Persönlicher Tipp von Manuela Bächer:

Himmelsleiter: Einen besonders schönen Blick über die Tirschenreuther Teichpfanne bietet die sogenannte „Himmelsleiter“. Die Aussichtsbrücke ist beeindruckende 70 Meter lang, 20 Meter hoch und steht direkt über dem Vizinalbahn-Radweg zwischen Wiesau und Tirschenreuth.

Bilder zum Download: http://bit.ly/2oq84eh


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Im „Land der tausend Teiche“: Fischen im Familienbetrieb © www.bayern.by - Tobias Gerber

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