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Die Herrschaftlich Bayern-Gastgeber und Manufakturen stellen sich vor

Die Gastgeber und Manufakturen gewähren einen Blick hinter die Kulissen und verraten wie es sich anfühlt, in einem Schloss leben und arbeiten zu dürfen. Außerdem erfahren Sie hier wie handwerkliche Traditionsbetriebe über Generationen hinweg als Familienunternehmen erfolgreich weitergeführt werden.


Benedikt Freiherr Poschinger von Frauenau, Freiherr von Poschinger Glasmanufaktur

Freiherr von Poschinger

Es ist schön, auf eine lange Familiengeschichte zurückblicken zu können. Ich habe Respekt vor dem, was meine Vorfahren geleistet und es geschafft haben, das Unternehmen trotz Kriegen und Notzeiten über Jahrhunderte hinweg zu erhalten.
Das macht mich in gewisser Weise stolz, aber auch demütig. Deshalb versuche ich jeden Tag, für die Firma das Beste zu erreichen – so wie alle anderen Generationen vor mir auch. Natürlich spüre ich bei einem so geschichtsträchtigen und namhaften Unternehmen eine gewisse Verpflichtung. Es ist aber nicht so, dass ich vor lauter Tradition erstarre. Ich führe die Firma weiter, wie ich es für richtig halte.

Allerdings glaube ich auch, dass zum Erfolg immer ein Quäntchen Glück dazugehört. Durch den Titel allein ist dieser keine gesetzte Sache. Mein Name „Freiherr von
Poschinger“ hilft mir vielleicht und klingt auch ganz gut. Für mich ist es jedoch wichtiger, dass ich Spaß und Leidenschaft bei den Dingen verspüre, die ich mache.

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Freiherr von Rotenhan, Schloss Eyrichshof

Baron von Rotenhan mit seiner Frau

Meine Familie wohnt seit fast 700 Jahren in unserem Schloss. Meine Frau, unsere Kinder und ich leben hier mit einigen Mietern auf dem Schloss-Ensemble privat,
unabhängig davon wird das Gelände regelmäßig für Veranstaltungen genutzt. Seit nun zwei Jahren heiraten viele Brautpaare in unserem jüngst renovierten Kuhstall. Wir versuchen durch diese Events unser historisches Gebäude zu beleben, zu erhalten und an die nächste Generation weiterzugeben. Das Schloss steht auch für unsere Großfamilie und Freunde immer offen. Wir haben Freude daran, Gäste zu empfangen.

Mein Leben als Baron weicht von den Klischees, Wünschen und Vorstellungen vieler Besucher ab: Unser Alltag ist nicht so prunkvoll wie viele meinen. Natürlich wohnen wir in einem Schloss, aber in einem so großen Haus ist immer etwas kaputt und zu renovieren. Und vom Aufräumen und Saubermachen kann meine Frau viele Lieder singen. Es ist eine aufwendige, sehr schöne Lebensaufgabe, die uns erfüllt.

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Annette Roeckl, Manufaktur Roeckl

Annette Roeckl

Unser Unternehmen ist schon immer Teil meines Lebens. Die Geschichte unseres Hauses ist ein wunderbarer Schatz und ein perfekter Grundstock – trotzdem muss sich ROECKL auf dem heutigen Markt beweisen. In meiner Arbeit verbinde
ich täglich Tradition mit Moderne. Unsere Wurzeln liegen in der Vergangenheit, wir leben im Heute und arbeiten für die Zukunft.

Unser Unternehmen gibt es schon seit mehr als 175 Jahren. Früher war ROECKL
Königlich-Bayerischer Hoflieferant. Dieser geschichtliche Hintergrund gibt uns natürlich Selbstbewusstsein und ein Selbstverständnis. Die Werte aus der Gründungszeit begleiten uns nach wie vor: Unsere Philosophie ist noch immer, fair mit unseren Mitarbeitern umzugehen und beste Qualität herzustellen – egal, ob für Kaiserin Sisi, König Ludwig II. oder für den Kunden von heute.

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Graf Bentzel-Sturmfeder-Horneck, Schloss Thurn

Graf Bentzel-Sturmfeder-Horneck, Schloss Thurn

Traditionen waren in unserer Familie schon immer wichtig. Deshalb feiern wir Namenstage, das Patronatsfest oder die Kirchweih. Zudem ist es für uns seit Generationen selbstverständlich, uns in Thurn sozial zu engagieren. Da ich in der Gemeinde im Fokus stehe, brauche ich mit meiner Frau und unseren zwei Kindern
einen Ort, an den wir uns zurückziehen können. In unserem Schloss finden wir Ruhe und können uns auf unser Familienleben konzentrieren.

Gerne gewähren wir aber auch Gästen einen Einblick in unser Anwesen: Unser Schloss ist für uns alleine zu groß. Deshalb bieten wir die Möglichkeit, bei uns Firmenfeiern und Hochzeiten zu veranstalten. Es macht mir Spaß, die Braut vor ihrem großen Tag durch unsere Räume zu führen, mit ihr das Menü zu besprechen und alles zu planen. Für mich und meine Mitarbeiter ist es das größte Kompliment, wenn das Brautpaar nach dem Fest bestätigt, dass alles perfekt war.

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Freifrau und Freiherr von Süsskind, Schloss Dennenlohe

Freifrau und Freiherr von Süsskind, Schloss Dennenlohe

Unser „adeliges“ Leben ist nicht so luxuriös wie viele meinen. Es ist mit Arbeit verbunden: Wir kümmern uns täglich um unser Schloss und um unsere 26 Hektar große Parkanlage. Neben unserem Privatgarten haben wir einen Rhododendronpark und einen Landschaftspark. Dort pflanzen wir selbst per Hand und verwirklichen leidenschaftlich unsere Ideen. Einen Einblick in unseren Park und in unser Schloss erhalten interessierte Besucher, wenn sie bei uns übernachten oder an einer unserer Führungen teilnehmen.

Wir leben in unserem Schloss in achter Generation. Aber für uns zählt nicht, wer einen Adelstitel besitzt und wer nicht: Wenn jemand etwas im Leben leistet oder bewirkt, ist er ein interessanter Mensch – und nicht wer einen Titel besitzt. Dennoch gibt es einen Unterschied: Von uns Adeligen wird erwartet, dass wir uns immer
gut benehmen. Von klein auf wird auf eine gute Kinderstube geachtet. Es ist aber oft eine Sisyphusarbeit, an der wir als Eltern bei unseren Zwillingen manchmal verzweifeln.

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Burkhard Graf Beissel, Schloss Guteneck

Burkhard Graf Beissel, Schloss Guteneck

Mir ist es wichtig, unser Schloss und das Kulturgut meiner Familie zu erhalten. Das gelingt mir allerdings nur, indem ich die Öffentlichkeit an meinen Aufgaben teilhaben lasse, die Türen aufschließe und jeden willkommen heiße. Bei uns haben Gäste deshalb die Möglichkeit, an Veranstaltungen wie Hochzeiten, Seminaren oder Ritteressen teilzunehmen. Das belebt mein Schloss und hilft mir, es weiterhin zu unterhalten. Teil einer Adelsfamilie zu sein, ist mit Traditionen verbunden: Ich versuche das was ich geerbt habe, wie mein Schloss, zu erhalten und wirtschaftlicher an meine Kinder weiterzugeben, als ich es bekommen habe.

Zudem erfordert der Name, dass ich Werte lebe und mich korrekt verhalte – so, wie es die Gesellschaft von mir als Person des öffentlichen Lebens erwartet. Ich bin mir meinen Aufgaben als Burkhard Graf Beissel bewusst und kann gut damit umgehen. Der Name, auch wenn er nur ein Name ist, verpflichtet eben.

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Rea von Raben, Schloss Eichbichl

Rea von Raben, Schloss Eichbichl

Als Schlossbesitzerin fühle ich eine unglaubliche Geborgenheit und einen tiefen inneren Frieden hinter unseren dicken Mauern. Unser Haus ist der Ort für unsere Familie, an dem wir uns immer wieder gerne versammeln um Kraft zu tanken. Bei uns steht der Familiengedanke an erster Stelle. Wir lieben es Feste zu feiern, um so den Kontakt zur Verwandtschaft und den vielen Freunden aufrechtzuerhalten. Dabei übernehmen wir vom Kochen bis zum Bedienen der Gäste alle Arbeiten weitgehend selbst.

Wir wissen um den Wert der Familie und der Tradition. Diese Werte versuchen wir durch eine prägende Erziehung unserer vier Kinder, Bildung und Engagement für die Gemeinschaft aufrecht zu erhalten. Das macht den wirklichen Adel aus – nicht der Name. Ja, der Adel gluckt gerne zusammen, aber vieles ist nicht so, wie es klischeehaft über den sogenannten „Medien-Adel“ in der Zeitung steht. Gerne heißen wir Gäste aus aller Welt in unserer Ferienwohnung im Schloss willkommen.

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Armin Gross, Hotel Prinz-Luitpold-Bad

RArmin Gross, Hotel Prinz-Luitpold-Bad

In einem so geschichtsträchtigen Haus zu arbeiten, ist sehr schön, verantwortungsvoll und vor allem niemals langweilig. Wir haben es uns als Familie zur Aufgabe gemacht, seine Geschichte zu leben und mit Leben zu füllen. Wir möchten modern und ansprechend für unsere Gäste sein, aber auch nicht den Charme des Hauses und seine Tonalität verändern – in diesem Spannungsfeld darf ich arbeiten.

Wir selbst sind nicht adelig, aber unser Motto ist: „Ein bisschen königlich“. Wir erzählen unseren Gästen, was sich hinter der Fassade verbirgt und wer dem Haus seinen Namen gab. Auf den Zimmern legen wir Bücher zur Geschichte unseres Hotels aus, um sie unseren Besuchern näherzubringen. Zudem veranstalten wir öfter einen Hofball: Die Gäste bekommen Uniformen und feiern im Stil der Prinzregentenzeit.

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