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Das A und O des Schneeschuhlaufens

Naturverträgliche Schneeschuhtouren:

Der Schneeschuhtourist sucht häufig die Einsamkeit und dringt deshalb oft auch in von Wild bevorzugte Rückzugsgebiete ein. Um die Tierwelt nicht zu stören, legen wir besonders viel Wert auf das Einhalten folgender Richtlinien: 

  • Markierungen, Hinweise und Empfehlungen des Deutschen Alpenvereins beachten
  • Immer auf ausgeschilderten beziehungsweise üblichen Wanderrouten bleiben
  • Wildtieren und deren Futterstellen bitte immer ausweichen
  • Waldgrenzen, Einzelbäume und Baumgruppen weitläufig umgehen

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Tourenplanung:

Es besteht ein fundamentaler Unterschied zwischen markierten Schneeschuhpfaden, wie sie im Umkreis von Winterstationen immer öfter zu finden sind und Routen, die durch die freie Natur führen, wo Markierungen und Pfade oft nicht erkennbar sind. Speziell letztere verlangen Planung, Erfahrung und die Fähigkeit, die Signale der Natur zu erkennen.

  • Wetterbericht einholen 
  • Lawinenlagebericht checken 
  • Routenverlauf planen 
  • Zeitplan ausarbeiten 
  • Ausweichmöglichkeiten im Vorfeld erarbeiten 
  • Orientierungshilfen nutzen (Karte, Kompass, Höhenmesser)

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Informationsstellen:

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Die optimale Ausrüstung für Schneeschuhtouren:

  • Stabile und wasserabweisende Bergschuhe 
  • Gamaschen 
  • Torsionssteife Schneeschuhe (leicht aber stabil) 
  • Teleskopstöcke mit großen Schneetellern 
  • Wetterfeste und warme Winterbekleidung (Warme Funktionsunterwäsche, Soft Schell Jacke, winddichte Berghose, Gore-Tex Jacke, Handschuhe, Mütze) 
  • Rucksack (je nach Länge der Tour von 25 – 35 Liter Inhalt) 
  • Topografi sche Karten 
  • Thermosflasche mit heißem Getränk und kleine Brotzeit (auch Energieriegel)
  • Sonnenschutz: Sonnencreme, Brille und Kopfbedeckung
  • Notfallausrüstung: Erste-Hilfe-Set und Biwaksack Lawinenausrüstung: LVS-Geräte, Sonde und Schaufel

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10 Verhaltensregeln für Schneeschuhwanderer:

  1. Alpine Gefahren beachten! Vor der Tour immer Lawinenlagebericht und Wetterbericht einholen. (unter www.lawinen.org und www.wetteronline.de) Die Strecke muss vor Lawinen, Nebel, Wettereinbrüchen, Stein- und Eisschlag sicher sein!
  2. Auf eine optimale Ausrüstung ist zu achten
  3. Eine Alternativroute sollte immer parat sein.
  4. Die Schneeschuhtour dem Können der Teilnehmer anpassen.
  5. Im vergletscherten Gelände muss immer angeseilt werden.
  6. Informationsquellen (Wetterbericht, Hüttenwirt) vor und während der Tour nutzen.
  7. Für den Notfall muss immer ei n Erste Hilfe Set im Rucksack sein.
  8. Lawinenausrüstung (LVS-Gerät , Lawinenschaufel, Lawinensonde) muss immer mit auf Tour sein.
  9. Naturschutz
  10. Auf ausreichend Energie- und Flüssigkeitszufuhr achten (Tourentee und Energieriegel). 

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Notfallmeldung:

Die Europaweite Notrufnummer für das Handy lautet: 112

Die wichtigsten Fragen der Rettungsstelle:

  • Was ist passiert? (Art des Unfalls, Zahl der Verletzen, Art der
    Verletzungen) 
  • Wo ist es passiert? (genaue Ortsangabe, Geländebedingungen,
    Koordinaten auf der Karte) 
  • Wieviele Verletze? 
  • Wann ist es passiert? (Zeitangabe) 
  • Wer meldet? (Telefonnummer für Rückmeldungen) 
  • Wetter am Unfallort? (Sichtverhältnisse für mögliche Luftrettung)

Alpines Notsignal: 

Das im gesamten Alpenraum gültige Alpine Notsignal dient der Verständigung zwischen Verunglückten und Rettern. Verunglückte, die Hilfe benötigen, geben innerhalb einer Minute sechsmal in regelmäßigen Abständen ein sichtbares und/oder akustisches Zeichen. Nach 1 Minute Pause, werden die Zeichen wiederholt, bis eine "Antwort" in Form eines sichtbaren oder akustischen Zeichens (innerhalb 1 Minute dreimal in regelmäßigen Abständen ein sichtbares und/oder akustisches Zeichen) kommt.


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Schneeschuhwandern in Bayern