Ausblick von der Walhalla

Sonnenuntergang in illustrer Gesellschaft

Die Walhalla bei Regensburg

Sonnenuntergang in illustrer Gesellschaft

Die Walhalla bei Regensburg

Majestätisch thront sie über dem Regensburger Donautal: die Gedenkstätte Walhalla. Nur zehn Kilometer vor den Toren der Unesco-Welterbe-Stadt liegt die Ehrenhalle. Sie ist eines der beliebtesten Ausflugsziele von Regensburg-Besuchern und Einheimischen, Jung und Alt.

Für die Regensburger ist die Walhalla das, was die Isar für die Münchner ist: Ein Treffpunkt, an dem man Tage und Abende verbringt, picknickt, lacht, redet und einfach die Aussicht in die idyllische Donauebene genießt. In einer sanften Kurve windet sich die Donau durch fruchtbare grüne Auen. Ausflugsdampfer und Lastkähne ziehen gemächlich vorbei. Kornfelder reichen bis ans Ufer, daneben üppige Wiesen und die rot-braunen Dächer kleinerer Ortschaften. Über all dieser Pracht spannt sich ein endloser, weiß-blauer Himmel.

Viele Stufen sind zu überwinden, bis man oben ist.

Stadtverführung in idyllischer Auenlandschaft

Ein perfekter Sommertag beginnt mit einem Frühstück in Regensburgs mittelalterlichen Gassen, geht mit einem Bad im Sarchinger Weiher oder im Guggenberger See weiter und endet auf den Stufen der Walhalla mit einem spektakulären Sonnenuntergang – oder auch viel später unter dem nicht weniger romantischen Sternenhimmel.

Von den Stufen des Tempels eröffnet sich ein atemberaubender Blick über das Tal.

Bei einer Brotzeit lassen Besucher und Einheimische jeden Alters die Eindrücke des Tages Revue passieren. Es wird geplaudert und gelacht, ein Musikstudent klimpert auf der Gitarre. Eine junge Frau entkorkt mit einem satten „Plopp“ eine Flasche Rotwein – vielleicht ein „Baierwein“? Tatsächlich wachsen dort, wo sich seit über 180 Jahren die Walhalla erhebt, im Mittelalter noch Weinreben. Im kleinsten Weinanbaugebiet Deutschlands pflegen einige unerschrockene Winzer bis heute die alte Tradition.

Walhalla
Walhalla

Ein Ort, der Menschen zusammenbringt

Ob beflügelt vom Wein oder ohne – auf den Stufen der Walhalla kommen Einheimische und Besucher ins Gespräch. Hier werden Tipps ausgetauscht und Kontakte geknüpft, es wird gelacht, geplaudert oder auch einfach gemeinsam geschwiegen. Jugendliche liegen lässig auf mitgebrachten Decken, rüstige Wanderer verschnaufen von dem anstrengenden Aufstieg. So manches Paar findet vor dieser romantischen Kulisse zusammen. Die Walhalla ist eben ein Ort, der verbindet. Genau so hatte es sich sein Erbauer, der bayerische König Ludwig I., gewünscht.

Ob mit dem Fahrrad oder mit dem Auto: Von Regensburg aus erreicht man die Walhalla in nur einer halben Stunde. Die Altstadt von Regensburg gehört zum Unesco-Welterbe. Sie gilt als einzige authentisch erhaltene mittelalterliche Großstadt Deutschlands. Und ist dabei mit ihren Kirchen, Baudenkmälern und Plätzen viel mehr als ein Stück begehbare Geschichte: Ungezählte Lädchen, Cafés und Gaststätten laden zum Verweilen ein und machen jede Gasse zu einem quirligen Mix aus moderner Urbanität und lebendiger Historie.

Aussicht von der Walhalla

Lebendige Geschichte – dafür steht auch die Walhalla. Der klassizistische Architekt Leo von Klenze lässt sich vom Parthenon, dem berühmten Tempel auf der Athener Akropolis, inspirieren. Am 18. Oktober 1830 legt er den Grundstein. Zwölf Jahre vergehen, bis sein Auftraggeber – kein geringerer als König Ludwig I. – die Ehrenhalle feierlich eröffnet.

Die mit rosafarbenem Marmor ausgekleidete Halle beeindruckt zahlreiche Besucher.

358 Stufen muss ein Besucher erklimmen, bevor er vor dem riesigen Eingangsportal steht. Dahinter öffnet sich eine weite, mit edlem Marmor ausgekleidete Halle. Der Betrachter findet sich Auge in Auge mit 130 Marmorbüsten. Es ist ein Schnelldurchlauf durch die deutsche Geschichte, der noch nicht an seinem Ende angelangt ist: Vier Büsten können hier noch stehen.

Walhalla Innenraum

Walhalla

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Adresse: Walhallastraße 48, 93093 Donaustauf
Tel: +49 (0)9403 961680
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Web: //www.walhalla-regensburg.de
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