Georg Schneider

Eisbock: neues Bier aus alten Weinfässern

Schneider Weisse Brauerei in Kelheim

Eisbock: neues Bier aus alten Weinfässern

Schneider Weisse Brauerei in Kelheim

Dunkelbraun, fast schwarz sieht der Eisbock aus, wenn ihn Brauereichef Georg Schneider VI. gegen das Licht hält. Schon beim ersten Schluck aus dem bauchigen Bockbierglas entfaltet das Starkbier sein volles Aroma: „Sehr süffig, nicht zu stark, ein guter Malzcharakter“, schwärmt er. Der Geschmack erinnert an Pflaume, Banane und Nelke – mit einem Hauch Bittermandel und Marzipan.

Der weiche, elegante Körper des aromatischen Bieres kommt nicht von ungefähr. Die Schneider Weisse Brauerei in Kelheim veredelt ihren Aventinus-Eisbock auf einzigartige Weise.

'Eisbock ist ein Bock, bei dem das Wasser ausgefroren wird.'

Reine Geschmackssache: feines Aroma dank alter Weinfässer

Schneider stammt aus einer alt eingesessenen Brauereifamilie – Bier gehört für ihn zum Leben dazu: „Sie können ihr Bier aus einer Maß beim Volksfest trinken, ein Gockerl mit den Fingern dazu essen und Blasmusik hören. Oder an einem heißen Sommertag im Biergarten ein kaltes Weißbier mit einem Rettich dazu genießen. Das ist Lebensfreude pur!“

Aventinus Eisbock von Schneider Weisse

Beim Bierbrauen verbindet er die bayerische Biertradition mit neuen innovativen Ansätzen. Seinen Aventinus-Eisbock baut er in Barrique-Fässern aus und entlockt ihm so neue Aromen. Ein innovativer Ansatz, den nicht viele Brauer verfolgen: „Wir versuchen, aus verschiedenen Traditionen etwas Neues zu kreieren. Es gibt keine Literatur dazu, das Wissen erarbeiten wir uns durch Trail and Error.“ Dazu kauft Schneider bei einem Händler alte Weinfässer und experimentiert. „Wir versuchen nur die Säurespitze vom Rotwein in das Bier zu bekommen, ohne dass das Bier selber sauer schmeckt.“ Sein Ziel: das perfekte Bier zum Wild.

'Das Wissen erarbeiten wir uns durch Trial and Error.'

Die Idee, beim Bierbrauen neue Wege zu gehen, kommt ihm nach einer Reise zu den Micro-Breweries in den USA. „Ich habe die Experimentierfreude dieser Brauereien mitgenommen: Die haben wenig Respekt vor Biertradition, weil sie im Grunde keine haben. Zu Hause bin ich dann erstmal zurück zu meinen Wurzeln gegangen, habe geguckt, was überhaupt an Geschichte in unserem Haus ist.“ Er versucht sich an der Neuauflage ihres alten Oktoberfestbiers und heraus kommt das erste deutsche Bier mit Cascade-Hopfen.

Bier aus dem Barriquefass

Die Legende vom Eisbock

Der Legende nach entsteht der erste Eisbock der Biergeschichte rein zufällig, als ein Lehrling im Winter ein Bierfass nachts draußen stehen lässt. Als er das gefrorene Wasser abschöpft, stellt er fest, dass das verbleibende Bier dennoch ausgezeichnet schmeckt.

'Altes bewahren, Neues schaffen'

Der Aventinus-Eisbock wird heute ganz ähnlich gebraut, wie Georg Schneider erklärt: „Wenn ich den Bock auf minus 18 Grad kühle, gefriert das Wasser, das Extrakt und der Alkohol bleiben aber flüssig. Das Eis fischen Sie raus und damit konzentrieren Sie das Bier auf.“ Heraus kommt ein mahagonifarbenes Starkbier mit zwölf Prozent Alkoholgehalt.

Neukreationen nach Bayerischem Reinheitsgebot

Das Bayerische Reinheitsgebot hat für Schneider oberste Priorität, was ihn aber nicht daran hindert, neue Biere zu entwickeln: „Wenn Sie streng nach dem Bayerischen Reinheitsgebot brauen, dann haben Sie vier Rohstoffe zur Verfügung. Sie nehmen alle Hopfensorten, die auf dem Markt erhältlich sind, alle Hefevariationen, alle Malze. Und dann rechnen Sie einfach alle Kombinationsmöglichkeiten aus“, erklärt Schneider und schmunzelt: „Damit kann man theoretisch 28 Milliarden verschiedene Geschmacksrichtungen herstellen. Also nein: Ein Hindernis ist es nicht.“

Georg Schneider
Biergarten von Schneider Weisse

Georg VI Schneider - Schneider Weiße

Georg Schneider
Schneider Weisse G. Schneider & Sohn GmbH
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Adresse: Emil-Ott-Straße 1, 93309 Kelheim
Tel: +49 (0) 9441 7050
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E-Mail: info@schneider-weisse.de
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Web: //www.schneider-weisse.de
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