Rahmenwerkstatt Pfefferle

Neue Rahmen für alte Meister

Rahmenwerkstatt Pfefferle

Neue Rahmen für alte Meister

Rahmenwerkstatt Pfefferle

Ein bescheidenes, hinterglasvergoldetes Schild an der schlichten Fassade verrät die „Werkstatt für Rahmen und Restaurierungen Karl Pfefferle“. Mitten im Lehel, einem der traditionsreichsten Stadtviertel Münchens, liegt das älteste Spezialgeschäft der Landeshauptstadt.

Michael Pfefferle führt das Geschäft in fünfter Generation. Den interessierten Besucher empfängt er inmitten seiner Schätze: fast 2.000 historische Rahmen aller Epochen – von Gotik über Barock bis zur Neuzeit. Die ältesten Stücke sind rund 800 Jahre alt.

Michael Pfefferle

„Ein neuer Rahmen um ein altes Bild – das passt einfach nicht“, davon ist Michael Pfefferle überzeugt. Doch was, wenn für ein wertvolles altes Gemälde kein passender antiker Rahmen zu finden ist? Vor diesem Dilemma stehen Museen und private Sammler oft – und wenden sich dann an die Rahmenwerkstatt Pfefferle.

Hier entstehen Rekonstruktionen, die von den Originalen nicht zu unterscheiden sind.

Denn hier entstehen in aufwendiger Handarbeit perfekte Rekonstruktionen historischer Rahmen. Um das zu erreichen, arbeiten Schreiner, Schnitzer und Vergolder nach traditionellen Methoden. Im letzten Arbeitsschritt kümmert sich ein erfahrener Vergolder um die Patina: Er trägt Lasuren auf, schmirgelt die Goldschicht teilweise wieder ab und bohrt sogar Wurmlöcher in die Leisten. Zuletzt appliziert er sorgfältig etwas Staub auf die noch leicht klebende, oberste Lasur. So verleiht er dem neuen Rahmen die Aura vergangener Jahrhunderte.

Mitarbeiterin Kati

Ein Rahmen für die Ewigkeit

Jeder Rahmen, der in den Werkstätten hergestellt wird, ist ein unverwechselbares Einzelstück. Das beschränkt sich nicht auf alte Ölschinken: Michael Pfefferle verschafft auf Kundenwunsch auch dem Foto der Großmutter, der Uhren-Sammlung oder einem alten indischen Sari einen neuen Auftritt.

Auch wenn ein solcher handgefertigter Rahmen viel Geld kostet – teuer sei er nicht, meint Pfefferle. „In Zeiten, in denen Geiz geil ist und vieles nach kurzer Zeit im Müll landet, stellen wir ein Produkt für die Ewigkeit her.“ Das kann auch einmal länger dauern: Bis zu 300 Arbeitsstunden stecken etwa in einen aufwendigen, mit Schnitzereien verzierten und vergoldeten Barock-Rahmen.

Mitarbeiter Richard

Traditionsunternehmen von Weltruf

Auf das Werk der Familie Pfefferle stößt man überall in Bayern. Michael Pfefferles Großvater Karl führt das Traditionsunternehmen nach dem Zweiten Weltkrieg zur Blüte. Unter seiner Leitung entstehen nicht nur die Rekonstruktion der Rahmen des “Schaffner Altars” in der Alten Pinakothek. Er verantwortet auch die Restaurierung der gotischen Holzdecke im Hohen Schloss zu Füssen.

Zudem kümmert er sich um die Restaurierung der Fassungen in der Münchner Frauenkirche und die Rekonstruktion des Renaissance-Orgelgehäuses für die St. Anna Kirche in Augsburg. Heute erstrahlen die alten Gebäude in neuem Glanz. So trägt die Familie entscheidend zum Erhalt der wertvollen Kunstwerke bei, und Michael Pfefferle kann seinen Söhnen stolz das Werk ihres Urgroßvaters zeigen.

Rahmen-Werkstatt Michael Pfefferle

Technische Entwicklungen schaffen neue Möglichkeiten

Obwohl die Familie großen Wert auf den Erhalt von Traditionen legt, hat der technische Fortschritt auch in ihre Werkstatt Einzug gehalten. Mit Photoshop montiert Michael Pfefferle heute die Digitalfotografie des Bildes, das gerahmt werden soll, in Fotos passender Rahmen. In Sekundenschnelle sind seine Vorschläge beim Kunden. Praktisch, wenn sich das wertvolle Original im Museum befindet und nicht in die Werkstatt gebracht werden darf.

Werkstatt für Rahmen und Restaurierungen Karl Pfefferle

Michael Pfefferle
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Adresse: Gewürzmühlstraße 5, 80538 München
Tel: +49 (0)89 295292
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E-Mail: pfefferle@rwpf.de
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Web: //www.rahmenwerkstattpfefferle.de
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