Veronika Wurm

Moor hautnah

Moorseife der Seifenmanufaktur Wurm

Moor hautnah

Moorseife der Seifenmanufaktur Wurm

Heimelig sieht es aus in der kleinen Seifenmanufaktur von Veronika Wurm im oberbayerischen Saulgrub. Naturseifen mit wohlklingenden Namen wie „Zitronenmyrte“ oder „Schatz der Maja“ liegen dicht an dicht in den Holzregalen und verströmen ihren wohligen Duft. Vorne an der Auslage steigt den Besuchern der blumige Geruch von Lavendel in die Nase, weiter hinten riecht es nach fruchtigen Zitronen. Eine Seife fällt dabei besonders wegen ihrer dunklen Farbe auf: die Moorseife. Das erdige, fast schwarze Stück Seife riecht nach würzigen Bergkiefern – ein Duft, der an die heimischen Wälder und Moore erinnert.

Veronika Wurm macht Seife in echter Handarbeit

Veronika Wurm stellt in der Seifenküche ihrer Manufaktur Naturseife her – von Hand und zu hundert Prozent natürlich: „Wir produzieren unsere Seife im Kaltrührverfahren. Dabei bleiben alle Inhaltsstoffe erhalten.“ Bei ihrer Arbeit setzt die 42-Jährige vor allem auf natürliche Inhaltsstoffe aus der Region – so wie das heimische Moor.

Seifenmanufaktur
Veronika Wurm vor dem Ladengeschäft

Die Bedeutung des Moors für die Region

Das Moor hat rund um die Kurorte Bad Kohlgrub und Bad Bayersoien eine lange Tradition. Das Bergkiefern-Hochmoor wird von den Menschen als Naturheilmittel geschätzt und entfaltet in Moorbädern seine heilende Wirkung. Viele Hotelbetriebe der Region bieten Moorbäder für ihre Gäste an. Und genau hier kommt Veronika Wurms Seife ins Spiel. Vor einigen Jahren bittet ein Hotelbetreiber der MoorSymphonie, ein Zusammenschluss verschiedener Hotels, die Seifenherstellerin eine Moorseife aus dem heimischen Bergkiefern-Hochmoor herzustellen. Gesagt, getan – und so tüftelt die kreative Seifenmacherin an einer Moorseife, bis ihr die perfekte Rezeptur gelingt.

Moorlandschaft

So entsteht die Moorseife

Ausgerüstet mit Schutzbrille, Schürze und Handschuhen bringt Veronika Wurm für ihre Moorseife zunächst pflanzliche Fette und Öle in einem Topf zum Schmelzen. Dann schüttet sie Lauge in das Öl-Fett-Gemisch – dabei zischt und dampft es ganz gewaltig. Innerhalb kürzester Zeit dickt die Mischung beim Rühren ein und der sogenannte „Seifenleim“ entsteht.

Nachdem das Ganze eine Weile gesiedet hat, schüttet die Seifenmacherin das Moor und die ätherischen Öle zur Mischung. Die Moorbriketts mahlt sie dafür besonders fein, so entsteht später beim Waschen ein Peeling-Effekt. Zum Schluss gießt sie die fertige Seifenmischung in ein Holzmodell. Die Seife reift nun etwa drei bis vier Wochen – solange, bis der PH-Wert einen Basenwert von sieben bis acht erreicht hat. Dann ist die Seife hautverträglich und kann verkauft werden.

Seifenproduktion

„Die Seife wird jedes Mal anders, genau wie bei einem Kuchen – es handelt sich um keine Massenware, die immer gleich aussieht, sondern um Unikate“, sagt die überzeugte Seifenmacherin. Ihre Kunden will sie vor allem mit Qualität überzeugen: „Natürliches Glycerin und eine Überfettung von sieben Prozent sorgen dafür, dass sich die Haut nach dem Waschen wie eingecremt anfühlt. Außerdem sind keine chemischen Stoffe wie Tenside und Konservierungsstoffe in der Seife.“

Die Moorseife ist schon ein echter Dauerbrenner in ihrem Ladengeschäft. Gäste wie auch Einheimische kaufen die Seife gerne. Wer Moor liebt, findet in der Pflege-Serie der MoorSymphonie auch noch weitere Moor-Produkte wie die Moor-Badeschokolade oder die Moor-Körperbutter, welche die Haut besonders geschmeidig hält. Für Gäste ist das ein ideales Andenken an ihren Urlaub in den Ammergauer Alpen, für Einheimische ein Stück Heimat. Und wer die Moorseife zuhause vermisst, kann sie jederzeit im Online-Shop der Seifenmanufaktur nachbestellen.

Moorseife
Veronika Wurm im Laden

Seifenmanufaktur Wurm Tee und Fass

Veronika Wurm
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Adresse: Bahnhofweg 3, 82442 Saulgrub
Tel: +49 (0)8845 703698
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E-Mail: Wurms.Laden@gmx.de
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Web: //seife-wurm.de/
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