Die erste vegetarische Berghütte der Alpen

Hündeleskopfhütte bei Pfronten im Allgäu

Die erste vegetarische Berghütte der Alpen

Hündeleskopfhütte bei Pfronten im Allgäu

Statt Schnitzel und Speckplatte stehen auf der Speisekarte der Hündeleskopfhütte vegane Käsespätzle und Zucchini-Lasagne. Silvia Beyer ist die erste Hüttenwirtin der Alpen, bei der kein Fleisch auf den Tisch kommt. Was für viele wie ein Widerspruch in sich wirkt, hat Erfolg. Ihr Konzept zieht viele Gäste ins Allgäu.

Das Allgäu in seiner ganzen Pracht erleben.

Wanderer und Mountainbiker, die den Weg durch den Wald hinauf zur Hündeleskopfhütte meistern, werden belohnt: Ihnen bietet sich ein atemberaubender Blick auf die Allgäuer Alpen und das Zugspitzmassiv. Die Hütte liegt traumhaft schön vor einer Postkartenkulisse. Zu ihren Füßen erstreckt sich die wellige Ostallgäuer Moränenlandschaft. Der markante Turm der Pfarrkirche Pfronten ragt empor. Im Sonnenschein leuchten die Moore, die Seen glitzern.

Hündeleskopfhütte
Ausblick von der Hündeleskopfhütte

Die Hündeleskopfhütte wirkt wie eine traditionelle Bergwirtschaft, wie es sie schon immer im Allgäu gab. Doch der Anschein trügt! Hüttenwirtin Silvia Beyer geht neue Wege. Ende Mai 2015 übernimmt die gebürtige Nesselwangerin die urige Hütte als neue Pächterin und verwirklicht sich auf 1.180 Metern Höhe ihren Traum: Sie eröffnet die erste vegetarische Berghütte der Alpen. „Die Zeit ist reif dafür – auch im Allgäu“, davon ist die Wirtin, die auch Mitglied im Vegetarierbund ist, überzeugt.

Hier treffen kulinarische Experimente auf Heimatküche.

Das Konzept der vegetarischen Berghütte und die traditionelle bayerische Küche schließen sich nicht aus – ganz im Gegenteil: Viele der typischen Allgäuer Gerichte sind ohnehin fleischlos – von Krautkrapfen bis zu den klassischen Kaasspatzn. Das überzeugt auch die Einheimischen. Mittlerweile treffen sich hier viele Stammgäste.

Silvia Beyer in der Küche der Hündeleskopfhütte

Auf der Tageskarte stehen heute Zucchini-Lasagne mit Mandelmus überbacken und Krautkrapfen. Die Hauswirtschaftsmeisterin kocht am liebsten Gerichte aus ihrer Kindheit und verfeinert diese mit ihren modernen Rezepten. Schon ihre Großmutter und Mutter lebten vegetarisch: Oma Buck betrieb eine Pension und servierte ihren Gästen schon damals ausschließlich Gerichte ohne Fleisch, Fisch, Zucker oder Weißmehl. „Sie zählte sogar die berühmte Pilotin und Unternehmerin Beate Uhse zu ihren Gästen“, erinnert sich Silvia Beyer.

Die Hüttenwirtin entscheidet sich mit zwölf Jahren, auf Fleisch zu verzichten. Trotzdem will sie keinen ihrer Gäste missionieren: „Jeder soll so essen und leben, wie er es für richtig hält“, so Silvia Beyer.

Bayrisches Lebensgefühl – sommers wie winters

Die Hündeleskopfhütte vermittelt Gemütlichkeit, Gemeinschaftsgefühl und Gastfreundschaft. Im Sommer machen viele Familien einen Ausflug hierher. Der Weg lässt sich auch mit dem Kinderwagen meistern. Das Gipfelkreuz ist fast immer in Sichtweite. Das motiviert auch gehfaule Kinder, durchzuhalten. Im Winter präpariert Silvia Beyer die Rodelbahn. Die Gäste leihen sich einen Schlitten und sausen den Hang hinab. Eine Riesen-Gaudi!

Silvia Beyer gießt die Geranien
Gipfelkreuz Hündeleskopf

Hündeleskopfhütte

Silvia Beyer
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Adresse: Am Hündeleskopf, 87459 Pfronten – Kappel
Tel: +49 (0)160 90113431
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E-Mail: hkh@email.de
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Web: //huendeleskopfhuette.de
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