Handarbeit in Perfektion

Glasmanufaktur Theresienthal

Handarbeit in Perfektion

Glasmanufaktur Theresienthal

Rasch und trotzdem kontrolliert führt der Graveur das strahlend blaue Glas immer wieder an dem kleinen rotierenden Diamantrad der Gravurmaschine entlang. Schritt für Schritt wird das Bild auf dem Glas klarer: erst der Körper, dann die Gliedmaßen, schließlich Feinheiten am Körperbau und eine wilde Mähne. Zu sehen ist ein Löwe, umgeben von einer typischen afrikanischen Steppenlandschaft.

'Vom Einblasen über das Schleifen und Gravieren bis zur Malerei wird alles hier gemacht.'

„Sehr gute Graveure – so wie unsere – lassen die Bilder besonders lebendig erscheinen, indem sie die farbige Glasschicht unterschiedlich tief bearbeiten. So entstehen wunderschöne Schattierungen auf dem gravierten Bild“, erklärt Max Freiherr von Schnurbein, Inhaber der Kristallglasmanufaktur Theresienthal in Zwiesel mitten im Bayerischen Wald. So entsteht ein „Kilimandscharo“-Glas aus der beliebtesten Serie der Kristallglasmanufaktur.

Die handwerkliche Arbeit nimmt bei Theresienthal einen hohen Stellenwert ein: „Vom Einblasen über das Schleifen und Gravieren bis zur Malerei wird alles hier gemacht. Das ist in der handwerklichen Glasindustrie heute eine Seltenheit“, sagt der 48-Jährige.

Historisch bedeutend: handwerkliche Glasherstellung in Niederbayern

Der Bayerische Wald ist bekannt für seine Glasherstellung. Viele Manufakturen haben hier ihren Sitz. „Glasindustrie war schon immer in Mittelgebirgen angesiedelt – bereits zur Zeit der Römer“, erklärt der Inhaber. Hier liegen wertvolle Rohstoffe wie Quarz für die Glasmischung und Holz für die Energiegewinnung. Die Bergbäche nutzten die Glasmacher früher, um ihre Maschinen anzutreiben.

'Ich möchte in meinem Beruf das Typische der Region Niederbayern in die Welt hinaustragen.'

Einige der Theresienthaler Glashandwerker arbeiten schon in fünfter Generation im Unternehmen. Auch der Heimatgestalter von Schnurbein freut sich, ein Teil dieser historisch bedeutenden Branche zu sein: „Ich möchte in meinem Beruf das Typische der Region Niederbayern in die Welt hinaustragen.“

Die königliche Geschichte der Glasmanufaktur Theresienthal

Wie die Glasherstellung in der Region hat auch das Unternehmen Theresienthal eine lange Geschichte. Die Manufaktur gibt es seit dem Jahr 1836. König Ludwig I. wollte seine Schlösser mit luxuriösen Kelchen, Gläsern und Schalen aus feinstem, handgearbeiteten Glas ausstatten.

Diese historischen Gegenstände können Besucher zum Beispiel in Zwiesel im Theresienthaler Museumsschlösschen besichtigen. Oder sie besuchen das Museum der Bayerischen Könige in Hohenschwangau, Schloss Linderhof oder Schloss Neuschwanstein.

Einige Gläser tragen einen breiten, verzierten Goldrand oder eingravierte Jagdmotive – das Design vieler Reihen erinnert an die gloriosen vergangenen Tage. Ein Teil der aktuellen Kollektion besteht aus Repliken alter Entwürfe. Auch heute noch trinken der Adel und die Schönen und Reichen auf der ganzen Welt aus Gläsern von Theresienthal.

Gütesiegel „Made in Bavaria“

Theresienthal ist zwar „‘Made in Germany‘, da man aber mit „deutschem Design“ mehr das Schlichte und Technische verbindet, sehen wir uns eher als bayerisch barock“, sagt von Schnurbein. Er ist in Zwiesel zu Hause: „Wenn man hier aufgewachsen ist, kann man nicht anders, als immer wieder zurückzukehren. Ich liebe an Niederbayern, dass die Landschaft so abwechslungsreich ist. Sie besitzt eine gewisse herbe Schönheit.“

'Viele Besucher verfallen unseren Gläsern, wenn sie mit eigenen Augen die außergewöhnliche Handarbeit sehen.'

So verlockend wie der Bayerische Wald, ist auch ein Besuch in der Manufaktur Theresienthal: „Viele Besucher, die an sich nur die Herstellung sehen wollten, verfallen unseren Gläsern, wenn sie mit eigenen Augen die außergewöhnliche Handarbeit sehen.“

Kristallglasmanufaktur Theresienthal GmbH

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Adresse: Theresienthal 25, 94227 Zwiesel
Tel: +49 (0)9922 500930
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E-Mail: info@theresienthal.de
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Web: //www.theresienthal.de
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