Forchheimer Kellerwald

Der größte Biergarten der Welt

Forchheimer Kellerwald: Fränkische Kulinarik unter Bäumen

Der größte Biergarten der Welt

Forchheimer Kellerwald: Fränkische Kulinarik unter Bäumen

Urige Keller inmitten Schatten spendender Eichen – dazu kühles Bier und deftige Brotzeiten: Der Forchheimer Kellerwald im Osten der fränkischen Königsstadt lädt Besucher aus Nah und Fern zur kulinarischen Einkehr ein. Mit mehr als 20 kleinen gemütlichen Biergärten und circa 30.000 Sitzplätzen ist er wohl der größte Biergarten der Welt.

Thomas Kestler ist einer der Wirte am Kellerberg. Unter dem Blätterdach des Laubwaldes fühlt sich der 39-Jährige schon von klein auf wie in eine „Traumlandschaft“ versetzt: Er arbeitet dort, wo Natur, fränkische Tradition und Kulinarik Hand in Hand gehen.

Weiss-Tauben-Bräu

Idyllisch und beschaulich – der Schlößla Keller

Durch den Forchheimer Kellerwald schlängelt sich ein geteerter Weg, der von Bierkeller zu Bierkeller führt. Einer davon ist der Schlößla Keller. In einer der oberen Kurven des Fußweges gelegen, zeichnet er sich vor allem durch seine abgeschiedene und idyllische Lage aus.

Wirt ist dort seit zehn Jahren Thomas Kestler. Sein Keller umfasst 34 Sitzgarnituren, eine überdachte Festhalle, einen Spielplatz sowie ein eigenes Musikpodium. Zur Kellereröffnung im April, am Vatertag und während des Annafests sorgen Livebands für ordentlich Stimmung inmitten der beschaulichen Wald-Atmosphäre.

Biergarten

Das Annafest – Ein Volksfest mit langer Tradition

Der Forchheimer Kellerwald ist nicht nur ein Ort der gemütlichen Einkehr, sondern auch ein echter Szenetreff. Ein besonderes Highlight ist das Annafest Ende Juli: Seit 176 Jahren feiern die Forchheimer elf Tage lang den Namenstag der heiligen Anna. Das liebenswürdige Volksfest lockt mit seinem ganz besonderen Charme jedes Mal bis zu 500.000 Besucher in den Kellerwald. „Zu den mehr als 20 Kellern kommen am Annafest noch 90 Schausteller dazu. Von Losbuden über Karussells bis hin zum Riesenrad ist alles dabei“, sagt Thomas Kestler.

Die Forchheimer Brauereien brauen zu diesem Anlass extra ein Festbier. Das unterscheidet sich vom normalen Bier durch seinen höheren Alkohol- und Stammwürzegehalt. Das Annafestbier schmeckt daher süßlicher: „Wir sagen, es ‚mauliert‘ – es schmeckt nach ‚mehr‘“, erklärt Thomas Kestler.

Kellerwald

Früher wie heute: Deftige Brotzeiten und süffiges Bier

Thomas Kestler ist mit Leidenschaft Wirt. Als gebürtiger Forchheimer schlägt sein Herz nicht nur für den fränkischen Dialekt, sondern auch für die traditionelle Hausmannskost. Auf der Speisekarte des geselligen Franken stehen allerlei regionale Schmankerl: vom Wurstsalat im würzig abgeschmeckten Essigsud, über selbst gemachten Obazden bis hin zu Sülze mit gold-gelben Biokartoffeln vom eigenen Acker.

Doch was wäre eine zünftige Brotzeit ohne ein dazu passendes Bier? Am Schlößla Keller stammt das flüssige Gold aus einer der vier familiengeführten Brauereien in Forchheim: Das Hebendanz Export Hell zeichnet sich durch seine Herbe und Würze aus. Es schmeckt kernig und herzhaft – und ist sogar goldprämiert.

Vor mehr als 400 Jahren wurden die Stollen in den Rhätsandstein gehauen.

Wie schon in früheren Zeiten wird das köstliche Gebräu auch heute noch in eben jenen Kellergewölben gelagert, denen der Kellerwald seinen Namen verdankt. Vor mehr als 400 Jahren wurden die Stollen mit der Spitzhacke in den porösen und grobkörnigen Rhätsandstein gehauen. Damals nutzen die Forchheimer die insgesamt mehr als drei Kilometer langen Kellergänge, um Lebensmittel zu lagern.

Die konstante Temperatur von acht bis zehn Grad brachte später auch hiesige Braumeister auf die Idee, ihr Bier in den Gewölben zu deponieren – und dort auszuschenken. So entstanden die besonderen Bierausschankstätten. Der Rest ist Geschichte.

Weitere Informationen zum Schlößla Keller: www.schloessla-keller.de

Kellergewölbe
Schlößla Keller
Kellergewölbe

Forchheimer Kellerwald

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Adresse: 91301 Forchheim
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Web: //www.forchheim-erleben.de/de/erleben/kellerwald/
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