Surfen im Münchner Eisbach

Bayerische Wellenreitertradition

Die Eisbachsurfer

Bayerische Wellenreitertradition

Die Eisbachsurfer

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O‘ahu im Hawaii-Archipel, Sagres an der Algarve-Küste und die bayerische Landeshauptstadt München – was diese Orte gemeinsam haben? Sie sind als Surfspots weltbekannt. München hat zwar kein Meer, aber Flüsse und hier wurde 1972 das River-Surfen erfunden. Der Sport, bei dem man die stehende Wellen auf einem Fluss surft, ist damit eine zwar recht junge aber dennoch echt bayerische Tradition.

Reiten auf der berühmtesten Flusswelle der Welt.

Der weltweit bekannteste Spot für das Flusssurfen befindet sich im Münchner Eisbach. Die Isarableitung lockt ganzjährig zahlreiche Surfer aus aller Welt an, darunter auch Profis. Im Sommer wird die stehende Welle zum beliebten Treffpunkt für Einheimische und Besucher – und das liegt auch an der Lage: Gesurft wird neben dem imposanten Haus der Kunst. Man kann die Surfer von der Eisbachbrücke, über die die Prinzregentenstraße führt, beobachten. Oder im Schatten der Bäume des größten Münchner Stadtparks, des Englischen Gartens. Wer genug gesehen hat, kann gleich weiter in den riesigen Park mit seinen gemütlichen Biergärten spazieren.

Wellenreiten im Eisbach

Auch wenn die Eisbachwelle der berühmteste River-Surfspot ist: Erfunden wurde der Sport woanders. Sein Ursprung ist natürlich das polynesische Wellenreiten – und das bayerische Schleppbrettfahren. Schon seit langem, wie lange genau ist nicht bekannt, banden die Bayern ein Holzbrett, manchmal auch eine Tür, an einen Baum, der in einen Fluss ragte und schwammen damit auf der Strömung. Sie hockten dabei auf dem Brett und hielten sich an Haltegriffen fest. Arthur Pauli kam 1965 in Altenmarkt im Chiemgau auf die Idee das Seil in den Händen zu halten und stehend auf der Alz zu surfen. River-Surfen war das aber noch nicht. Erst 1972 gelang es Pauli im Floßkanal an der Floßlände in München eine Flusswelle ohne Seil zu reiten – das River-Surfen war geboren.

Von der bayerischen Flößertradition zum River-Surfen.

Die Erfindung des Sports wäre ohne die bayerische Flößertradition nicht möglich gewesen. Erst im Floßkanal, mit seiner steilen Floßrutsche und der plötzlichen Einmündung in die breitere und ruhigere Landestelle für Flöße (daher auch Floßlände) entstand die perfekte Welle. Auch heute noch können Besucher im Sommer mit einem Floß über die Surferwelle fahren. Die Surfer müssen dann Platz machen.

Wellenreiten im Eisbach
Wellenreiten im Eisbach

In München gibt es mehrere Surfspots. Neben der Floßlände und der bekannten Eisbachwelle gibt es ebenfalls im Eisbach noch die Welle E2. Unter bestimmten Umständen kann man auch an einigen Stellen der Isar Surfen. Grundsätzlich kann jeder mitmachen, aber: Nur die Welle an der Floßlände ist für Flusssurf-Anfänger geeignet. Auch Wellenreiter, die schon lange im Meer surfen, sollten hier ihre ersten Versuche machen. Besonders die berühmte Eisbachwelle gilt als gefährlich und bringt sogar Profis an ihre Grenzen. Die Sportler regeln den Zugang selbst. Wer mitmachen will, sollte vorher unbedingt einen erfahrenen River-Surfer ansprechen.

Eisbachsurfer
Eisbachsurfer
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Adresse: Prinzregentenstraße 1, 80538 München
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