Hightech-Handwerk im Wintersportparadies

Hightech-Handwerk im Wintersportparadies

Skimanufaktur Build2ride im Werdenfelser Land

Hightech-Handwerk im Wintersportparadies

Skimanufaktur Build2ride im Werdenfelser Land

Der Firmensitz von Build2ride ist in Forelles Heimatort Garmisch-Partenkirchen. Fünf Kilometer weiter, in der beschaulichen 3.600-Einwohner-Gemeinde Farchant, steht die Werkstatt. In dem rund 200 Quadratmeter großen Gebäude ist jahrzehntelang ein Schreiner seinem Handwerk nachgegangen und der Geist alter Handwerkstradition herrscht auch heute noch in den Werkräumen. Hier stapeln sich Holzbretter in den Regalen und Forelle biegt an einer Werkbank, die so aussieht, als wenn sie hier schon seit einem Jahrhundert stehen könnte, Kanten mit Muskelkraft zurecht.

'Skier an sich sind ja beides: Modern und traditionell.'

Wenn Axel Forelle (28) über Skier spricht, dann denkt man nicht an ein lebloses Sportgerät aus Fiberglas, Stahl und Plastik – man denkt an ein Lebewesen. Der Kern aus Esche wird bei ihm zum „Herzen“ des Skis. Die spezielle Beschaffenheit des besonders geraden Holzes, das mitten aus dem Stamm gesägt wird, zu seiner „Seele“. Wem das zu vermenschlichend klingt, dem sei gesagt: Forelle weiß genau, wovon er spricht. Gemeinsam mit zwei Freunden hat er im Jahr 2009 die Skimanufaktur Build2ride gegründet. Er baut seitdem in Handarbeit Custom-Ski für seine Kunden oder begleitet sie in Workshops und lässt sie ihre Wintersportgeräte selber bauen.

Hightech-Handwerk im Wintersportparadies

Nachdem Forelle mit dem Kanten fertig ist, nimmt er sich eine Fiberglasplatte, geht in den Werkraum nebenan und schneidet sie mit einem hochmodernen Laser zu. Man spürt: Tradition und Moderne gehen hier Hand in Hand. Für Forelle liegt das in der Natur der Sache: „Skier an sich sind ja beides: Modern und traditionell. An dem Ur-Ski, der irgendwann vor rund 100 Jahren aus Esche gebaut wurde und der die Vorlage für moderne Skier ist, haben sich einige Elemente ja im Grunde gar nicht geändert. Bis heute ist ein Holzkern enthalten, der durch die High-Tech-Materialien nur unterstützt wird.“

'Bayern hat sehr hochwertige Strukturen, was das Handwerk betrifft, da lässt sich eine Menge machen.'

Einen besseren Ort zum Skibauen als Farchant kann es kaum geben. Ein Blick aus dem Fenster der Werkstatt reicht und man bekommt Lust, sich die Bretter anzuschnallen: Die verschneite Zugspitze thront mächtig und wuchtig über dem traditionellen oberbayerischen Ort mit seinen gemütlichen Bauernhäusern. Die Region ist ein Wintersportparadies und enthält mehrere Skigebiete, darunter das höchste Deutschlands: Das Gletscher-Skigebiet Zugspitze.

Hightech-Handwerk im Wintersportparadies
Hightech-Handwerk im Wintersportparadies

„Wir sind hier sehr gut aufgehoben“, sagt Forelle, der auch schon in München, Köln und Düsseldorf gelebt hat. Neben Forelles Verbundenheit zu seiner Heimat einer der wichtigsten Gründe: „Bayern hat sehr hochwertige Strukturen, was das Handwerk betrifft, da lässt sich eine Menge machen.“ Immer wieder entwickeln Build2ride mit ihren Kunden neue Formen des Skis – eine Arbeit, die ohne spezialisierte Zulieferer nicht möglich wäre. „Gerade arbeiten wir an einer Art Mini-Glider-Skiern“, sagt Forelle. „Die sind sehr breit, sehr kurz und haben kaum Fahreigenschaften. Der Kunde will die auf Bergtouren mitnehmen und damit Schneefelder überwinden.“

'Wir stellen heute schon mehr als 100 Paar Skier und Snowboards im Jahr auf Bestellung her.'

Egal ob experimentelle Neuentwicklung, individuell angepasster Custom-Ski oder das selbstgebaute Snowboard: Bevor bei Build2ride angefangen wird zu bauen, bespricht Forelle mit seinen Kunden genau, welche Eigenschaften ihr Wintersportgerät haben soll. „Deswegen tun unsere Skier und Boards auch genau das, was sie sich wünschen“, sagt Forelle. Das ist auch der Grund warum der Custom-Ski-Markt wächst. Bei Build2ride machen immer noch die Workshops das Hauptgeschäft aus, doch immer mehr Kunden bestellen ihre Sportgeräte zu sich nach Hause. „Wir stellen heute schon mehr als 100 Paar Skier und Snowboards im Jahr auf Bestellung her“, sagt Forelle. „Viele Kunden wollen einen Custom-Ski, können dafür aber kein ganzes Wochenende aufwenden.“ Auch wenn es sich definitiv lohnt, Forelle und seine Kollegen zu besuchen in ihrer Hightech-Werkstatt mitten im Wintersportparadies.

Hightech-Handwerk im Wintersportparadies
build2ride GmbH
/
Adresse: Ludwigstr. 15, 82467 Garmisch-Partenkirchen
Tel: +49 (0)8821 9675944
/
E-Mail: office@build2ride.de
/
Web: //www.build2ride.com/
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