LaBrassBanda

Das Geheimnis des LaBrassBanda-Sounds

Brass-Workshops mit LaBrassBanda

Das Geheimnis des LaBrassBanda-Sounds

Brass-Workshops mit LaBrassBanda

Wenn LaBrassBanda auf der Bühne steht, wird es schweißtreibend: Wie ein bajuwarischer Derwisch fegt Frontmann Stefan Dettl über die Bühne, während Korbinian Weber und Jörg Hartl scharfe Trompetenstöße schmettern. Hinzu kommen die tieferen Töne aus Stefan Hubers Tuba, die mit Posaune, Bass, Gitarre und Schlagzeug zu einem treibenden Sound verschmelzen. Wer die Mischung aus traditioneller bayerischer Blasmusik und Elementen aus Funk, Hip Hop, Rock und Reggea hört, muss unwillkürlich tanzen und hüpfen. Für viele Laienblasmusiker wird jetzt ein Traum wahr: Die wohl bekannteste deutsche Brass-Band gibt Workshops, in denen sie ihren einzigartigen Spielwitz vermittelt.

'Bei LaBrassBanda sind wir alle nicht die Fleißigsten :-)'

Korbinian Weber: „Wir hatten schon länger Anfragen zu solchen Workshops, waren aber drei Jahre lang fast durchgängig auf Tour. Dieses Jahr machen wir Tourpause, da haben wir endlich Zeit.“ Gemeinsam mit seinem Trompeterkollegen Jörg Hartl und dem Tubisten Stefan Huber veranstaltet der gebürtige Oberaudorfer die Workshops. Sie finden in Jugendherbergen statt und dauern drei bis vier Tage. Vormittags werden Basics geübt. „Wir bei LaBrassBanda sind alle nicht die Fleißigsten“, sagt Weber und lacht. „Wir haben deswegen Übungen entwickelt, wie man mit wenig Aufwand viel erreichen kann.“ Am Nachmittag werden LaBrassBanda-Songs geprobt, die Weber und seine Kollegen extra für die Teilnehmer arrangieren.

Beim Brass-Workshop
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Das eigentliche Ziel der Workshops ist: „Wir wollen den Musikern die Angst vor Fehlern nehmen. Es geht für uns beim Spielen nicht darum, dass jeder Ton perfekt getroffen wird. Wichtiger ist das Feeling und die Gaudi“, erklärt Weber. Dafür wird am Abend frei gespielt, ohne Noten. „Wenn sie mit 40 anderen spielen und merken, dass der Nachbar auch Fehler macht und es trotzdem gut klingt, dann ändert sich die Einstellung zur Musik“, sagt Weber.

'Wir wollen den Musikern die Angst vor Fehlern nehmen.'

Weber hat sich diese freie und unkomplizierte Einstellung in der Kindheit erspielt: „Als ich acht war, habe ich mit Freunden die erste Stanzlmusik gemacht, ohne Noten, weil wir einfach Lust drauf hatten. Das hat mir sehr geholfen. Das kann eigentlich jeder, aber die Gelegenheit dazu ist für Nachwuchsmusiker eher selten.“

Beim Brass-Workshop
Beim Brass-Workshop

Mitmachen kann jeder. Weber: „Beim ersten Workshop in Ottobeuren war der jüngste Teilnehmer sieben, der älteste 67.“ Die Stücke werden so arrangiert, dass auch Anfänger eine Stimme haben und gleichzeitig Fortgeschrittene gefordert werden. Die Anmeldung erfolgt über die LaBrassBanda-Webseite. „Wir haben immer so zwischen 40 und 50 Plätze“, sagt Weber. Die Kosten liegen zwischen 300 und 400 Euro, inklusive Übernachtung mit Vollpension. Man sollte im Idealfall entweder Trompete, Posaune, Tenorhorn, Horn oder Tuba spielen. „Damit kennen wir uns aus und können technisch weiterhelfen“, sagt Weber. Doch auch da ist Weber unkompliziert: „Beim ersten Workshop war aber auch eine Saxophonistin dabei. Das hat auch funktioniert.“

Weitere Informationen und Anmeldung unter http://www.labrassbanda.com

Spaß beim Brass-Workshop
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