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Seen und genießen

Oberbayern: Hummer an der Isar, Käsepäpste und der vielleicht schönste Biergarten der Welt.

Restaurant und Landhotel Moarwirt

So wie die Fortsetzung der Tour über die Nordspitze des Starnberger Sees Richtung Hechenberg. In einem der vielleicht schönsten Biergärten Bayerns: Blick auf Tölzer Berge, dazu Weizenbier, Weißwürste und Brez’n – schöner geht’s kaum. Doch! Denn Moarwirt Florian Lechner bietet darüber hinaus Ausflüge in die Regionen der gehobenen Küche an. Butterweiche, einen Tag lang geschmorte Kalbsschulter mit Brennnesselspätzle etwa oder Kotelett und geschmorte Bäckchen vom Milchkalb mit frisch geriebenem Kren auf Kartoffelpüree. Die Zutaten holt sich Lechner ausschließlich aus der näheren und naturbelassenen Umgebung. Und weil Lechner nur nimmt, was das Land saisonal hergibt, muss Restaurant-Chefin Aissatou Dramé zeitenweise täglich eine neue Karte schreiben.

Restaurant Altes Fährhaus in Bad Tölz

Bayern wie gemalt: Eine traumhaft eingewachsene Terrasse am Isarufer, Schwäne auf dem Fluss und ein Märchenblick hinauf zum Blomberg. Seit fast 30 Jahren ist das „Alte Fährhaus“ der Ort, an dem Elly Reißer-Kluge ihrer Leidenschaft frönt: Der Zubereitung fangfrischer Hummer. Besser als hier sind sie selten zu kriegen. Man sollte also in mindestens einem Gang das edle Krustentier genießen, vielleicht gegrillt mit Salat von grünem Spargel und Artischocken, der feine Bitternoten beisteuert. Oder aus dem Topf mit Tomaten, Ingwer und Physalis, dazu mildgeschärfte Peperonipasta. Weil die Chefin sich Feines für ihre Küche ohnehin bevorzugt aus Fluss, See und Meer holt, freut sich der Gast auch über den asiatisch angehauchten warmen geräucherten Seesaibling mit Wasabigurken. Bei Fleisch und Geflügel bleibt man klassisch französisch. Wie beim unübertrefflichen Dreierlei von luftig-cremiger Mousse au Chocolat.

Tölzer Kasladen

Für Käseliebhaber ist Wolfgang Hofmann eine Legende. Der Affineur und Gründer des Tölzer Kasladen war es, der in den 1970er Jahren richtig guten Käse nach Deutschland gebracht hat: Rohmilchkäse aus „lebender“, höchstens bis 38° C erwärmter Milch, den es vor dem findigen Käsemeister hierzulande so gut wie nicht zu kaufen gab. Das Standardangebot bei Tante Emma war aus pasteurisierter Milch – also nicht reifungsfähig. In welche Genusshöhen sich reifende Käse aufschwingen können, beweisen heute die Kinder des Käsepapstes: Tochter Susanne und Sohn Wolfgang Hofmann. Mit handwerklich hergestellten Käsen aus eigenen Reiferäumen und einer Auswahl von 100 verschiedenen Sorten aus zehn europäischen Ländern. Und natürlich aus Oberbayern, wie der kräftige Jachenauer Bierkäse. Hergestellt wird er vom Bauern in der gleichnamigen Gemeinde, dann „wäscht“ ihn Wolfgang Hofmann zweimal wöchentlich in seinem Reifekeller mit würzig dunklem Bier aus der Klosterbrauerei Reutberg. Fein, fein!

Der Genießerfahrplan:

  • Restaurant Moarwirt – Restaurant Altes Fährhaus 7,5 Kilometer
  • Restaurant Altes Fährhaus - Tölzer Kasladen 2,1 Kilometer

Die Genießeradressen:

  • Restaurant Altes Fährhaus
    An der Isarlust 1
    83646 Bad Tölz
    Telefon: +49 (0)8041 6030
    www.altes-faehrhaus-toelz.de
    Küche 11.30 - 14.00 und ab 18.00 bis 21.30 Uhr. Sonntags durchgehend. Restaurant bis 24.00 geöffnet. Montag und Dienstag geschlossen
  • Restaurant und Landhotel Moarwirt
    Sonnenlängstrasse 26
    83623 Hechenberg / Dietramszell
    Telefon: +49 (0)8027 1008
    www.moarwirt.de
    Täglich ab 12:00 Uhr; Mai bis September täglich geöffnet.
    Geschlossen: Heilig Abend. Im Oktober/Dezember und April am Montag. Im November/Januar und Februar am Montag, Dienstag oder Mittwoch. Im März am Montag und Dienstag.
  • Tölzer Kasladen
    Rathausgasse 6
    83646 Bad Tölz
    Telefon: +49 (0)8041 9427
    www.toelzer-kasladen.de

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Kongeniales Duo mit traumhaftem Biergarten - Aissatou Dramé und Florian Lechner © G. Lörtzer