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Das Pentagon der Hohenzollern in Weißenburg


Weißenburg

Das Pentagon der Hohenzollern in Weißenburg

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Hoch über Weißenburg thront die Wülzburg. Markgraf Georg Friedrich der Ältere von Brandenburg-Ansbach ließ die Festung 1588 an der südlichen Grenze seines Territoriums nahe der damaligen Reichsstadt Weißenburg errichten. Er schuf damit eine beeindruckende Herrschaftsbastion, die als einzigartiges Denkmal des Renaissancefestungsbaus in Deutschland gilt: Der Grundriss ist ein fast regelmäßiges Fünfeck, ein Pentagon nach dem Vorbild italienischer Festungen.

Besucher entdecken die Wülzburg heute bei einer abwechslungsreichen Führung, die auch von den adeligen Bewohnern in späteren Zeiten zu berichten weiß: Während des Dreißigjährigen Krieges sucht Graf Friedrich von Solms hier Zuflucht; seine Schwester Markgräfin Sofie flieht 1631 vor den Schweden auf die Wülzburg. Im 1.Weltkrieg dient die Festung als Gefangenenlager. Um den berühmten Insassen Charles de Gaulle und seine "Wäschekorbflucht" ranken sich beispielsweise spannende Legenden. Auch der Komponist Erwin Schulhoff war ein Jahr bis zu seinem Ableben in Gefangenschaft auf der Festung. Selbst In dieser Zeit komponierte er und verfasste die Skizzen seiner beiden letzten Werke.

Beim Rundgang erfährt man, warum die Wülzburg als "Palazzo in fortezza", also als repräsentative Machtdemonstration des Markgrafen galt: Ihr Standort in direkter Nachbarschaft zur Reichsstadt Weißenburg und zur Landkomtur des Deutschen Ordens in Ellingen wurde zurecht als Provokation ausgelegt. Die Reichsstadt verbot ihren Bürgern bei Strafe, für den Markgrafen zu arbeiten. Der reichsstädtische Stolz ist in Weißenburg noch heute zu spüren: Am Ellinger Tor weist das noch immer gültige Stadtwappen von 1481 auf die besondere Stellung der Stadt hin – nur dem Kaiser, keinem Landesfürsten, waren die Weißenburger untertan. Wer die Geschichte der Reichsstadt genauer kennen lernen möchte, geht ins Weißenburger ReichsstadtMuseum oder lässt sich bei der Kostümführung "StadtGeplauder" in eine längst vergangene Zeit entführen.

  • Nicht verpassen:

Historische Schützenzeche und Weißenburger Altstadtfest

Besonders fröhlich spürt man diesen Zeiten alljährlich während der Schützenzeche und des Weißenburger Altstadtfestes nach: Bis weit in die Reichsstadtzeit geht die Tradition der Schützenzeche zurück. Der feierliche Aufmarsch der Schützenvereine und die Ehrung der besten Schützen findet jährlich am zweiten Samstag im Juli statt. Schon eine Woche später feiert man in Weißenburg das Altstadtfest. Viele Straßenzüge der Innenstadt bieten dann ein abwechslungsreiches Programm für Groß und Klein. Im Stadtgraben erwacht mit dem Einzug der Sagengestalt "Schweppermann" und seinem Gefolge schließlich auch die Reichsstadtzeit zu neuem Leben und die Kunsthandwerker, Ritter und Gaukler beginnen ihr geschäftiges Treiben.
Termin 2017: 08. Juli (Schützenzeche) und 14. bis 16. Juli (Altstadtfest)

Wülzburg in Weißenburg

Stadt Weißenburg

Martin-Luther-Platz 3, 91781 Weißenburg

Telefon: +49 (0)9141 907 124
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