Brechelbad
Der Name Brechelbad stammt aus dem früheren Verfahren des Flachs- und Hanfbrechens. Für die fachgerechte Verarbeitung von Flachs war es notwendig, die Stengel in der Brechelstube zu trocknen und danach in einer speziellen Vorrichtung zu brechen, um an die Fasern heranzukommen. Anschließend wurden die Fasern bedampft und dieser Vorgang mehrmals wiederholt. Erst zufällig, später dann mit Bedacht, wurden beim Trocknen und Bedampfen Kräuter hinzugefügt. So wusste man schon in frühen Jahren wie wohltuend der Duft und wie angenehm das Raumklima war.
Fachlich gesehen ist das Brechelbad ein Kräuterdunstbad mit milder und temperaturansteigender, feuchter Wärme. In einem dafür quadratisch oder leicht rechteckig geschaffenen Raum sind Sitzbänke angeordnet, welche von unten gewärmt werden. Dort nehmen Badegäste Platz und dürfen sich auf eine längere Bad- und Entspannungszeit einstellen. Der ganze Fußboden ist mit Tannenzweigen ausgelegt und bewirkt dadurch eine angenehme Reizung der Fußreflexzonen.
In der Mitte des Raumes angeordnete Kräuter werden bedampft und der aufsteigende Kräuterdampf sammelt sich unterhalb der Decke, am sogenannten „Tschurtschenkorb“, einem Metallkorb, der mit Koniferenzweigen und Tannenzapfen gefüllt ist. Die Dampfschübe erfolgen mechanisch in kurzen Zeitintervallen und werden an den Seitenwänden nach unten an den Rücken der Badegäste geleitet. Die Wärmeschübe werden als besonders angenehm und wohltuend empfunden.
Weitere Informationen:
Schlossberghof Marzoll
Schlossberg 5
83435 Bad Reichenhall
Telefon: +49 (0)8651 7005-0
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